Wie immer bin ich im Stress, wenn ich zur Zeit irgendwo sein muss - alle Kinder richten, Windeln einpacken, Nuggi suchen, Mützen aufsetzen - aber ja die, die sie wollen, die nicht beisst, die Ohren deckt oder zur Jacke passt. Oder beim Baby einfach die, die sie nicht selber ausziehen kann, also eine, die man noch nach alter Schule unter dem Kinn zusammenbinden kann. Oh, die Handtasche mit dem Geld wär noch wichtig! Und mein Halstuch! Und mein Bluffer-Smartphone! Also loos!
Knapp zu spät, wie immer, kommen wir am Zielort an. Nach dem Ausziehmarathon merkt die beckenbodengeschwächte Mama, dass sie mal aufs Klo sollte - das hat ja zu Hause nie im Leben gereicht, auch wenn man es dort schon gespürt hätte, was mit dem Chaos beim Anziehen kaum der Fall gewesen wäre. So finde ich mich also auf der Toilette wieder - eine goldene Minute für mich alleine! Wenigstens auswärts - zuhause stehen ja meistens alle im Klo und warten gespannt, bis ich mein Geschäft erledigt hab...
Nun noch die Hände waschen und dann ab um zu schauen, ob meine drei Rabauken die Beiz oder Wohnung schon auf den Grind gestellt haben. Aber was seh ich da beim Einseifen meiner zarten Hände? Falten? Ach was, das beeindruckt mich doch nicht mehr - da steh ich schon bald darüber! Aber was hat es da an der Schulter auf meinem schwarzen Shirt? Ja genau, man muss nicht mal genau schauen! Es ist Schnudernase, eingetrocknet, eine schöne Spur... Ich schaue auf der anderen Seite nach, da ist nichts - logisch, ich trag das Kind ja immer auf der gleichen Seite, so, dass man schön krumm wird in der Körperhaltung - Mamaverkrümmung, heisst das vielleicht im Fachchargon.
Einmal mehr ärgere ich mich über mein schlechtes Zeitgefühl! Würde ich zu Hause früher beginnen mit Planen, könnte ich mir noch einen Blick in den Spiegel gönnen und solche Szenarien wären zu vermeiden! Aber nein! Selber schuld... Zum Glück treffe ich mich meistens mit anderen Müttern und die haben Verständnis für meinen Zustand des Ganzkörpernastuchs! Weil würde man genau schauen, fänd man bestimmt auch bei ihnen eine eingetrocknete Spur an der Jeans oder am Schal...
:-) juscht isch mer letschte Mentig au so näbis passiert..denn hässts ämel spöstestens am 8:40 Uhr zom Huus us för is Muki und d` Spielgruppe. Bim omkleide i de Garderobe gsehni am Libli ä Zahpaschtespur...wa äni,am Erml gad noml än Strieme..Himmelheulätere, denn goni halt no wädli ofs Klo und probiers mit Wasser und Handtröchnerpapier z` botze..Resultat; etz luuter Papierbrösmeli am Liibli...egal ab go turne, hät natürli scho agfange...
AntwortenLöschenaso dä anonym bin i...;-)merk nöd wenni do zome name chumm....:-/
AntwortenLöschen...i wäss werd bisch! :-) säge nor "grüezi, mer chömed go bettle" - da wär denn die nöchscht gschicht woni verfasse! :-))
AntwortenLöschenGanzkörpernastuch - super Ausdruck! Und ich kenne das nur zu gut - bei mir ist ein Tag erfolgreich als "Erholungstag" abzubuchen, wenn ich am Abend weder an den Schultern noch an den Knien "Schnuderspuren" habe :-) Liebste Grüsse, Laura
AntwortenLöschenOh ja, wer kennt das nicht...Ich laufe zurzeit nur mit eingetrockneten Spuren an meinen Kleider umher...
AntwortenLöschenHabt "en flotte Namittag"
Herzliche Grüsse
Stéphanie
hahaha, oooooh ja, das kenne mer doch... und i ha erst eis Chind dehei! aber i finde d'Entschuldigung: i bi halt Mami irgendwie au no kuul =)
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