Mittwoch, 30. Januar 2013

Höllloch, brauch ich nicht!

Szenario: Man läuft mit seinen drei Kids nach Hause, es dunkelt, es ist kalt, alle haben Hunger, es geht aufwärts und alle wollen nichts wie heim... Die Kinder mit dem Scooter, die Mama mit dem Einkaufstrolley,das Kindlein ist in der Rückentrage.

Das Gewicht merkt Mama schon gar nicht mehr vor lauter Motivationsfloskeln säuseln: "Guet, ehr machets imfall super, mega starchi Bää hender, da gett denn e Belohnig wemmer dobe sind, bald hemmers gschafft, no bis zo de nöchschte Tafle, chum i mach der chli Schilift und stoss di am Rogge. Muesch no grad anestoh, denn gohts vomeselber!" Aber dass da eine Bodenwelle kommt hat der Skilift nicht bedacht und päng liegt das arme Kind, gestossen von der eigenen Mutter, flach auf dem kaltnassen Bettontrottoir! Autsch! In Sekundenbruchteilen kommt das Geschrei, die Mama stürzt sich auf den Boden und rettet ihr Mädchen vor dem kalten Nass - sich der Schuld bewusst, natürlich! Hätt ich etwas mehr piano gestossen... Also trösten!

Und dann kommts: "Trääägäää!" Tragen, klar, äh die Frage ist nur, wo und wie und mit welcher Muskelkraft!? Also los. Der Scooter wird auf den Einkaufstrolley gepflüümlet, die Tochter auf den Arm gehoben, den Trolley genommen, der Sohn, der natürlich vor den Füssen steht und das ganze Szenario mit Schrecken beobachtet, muss man mit möglichst netter Stimme auffordern, bitte los zu gehen um nicht über ihn auch noch zu stolpern... Autsch, es ist ziemlich schwer, das Kleinkind rutscht einem fast aus der Hand, vom Trolley und dem Trottinett ganz zu geschweigen - ach ja genau, am Rücken klebt noch das Baby, das sich schön still hält, als wüsste es, dass es nicht mehr viel braucht und die Mutter unter der Last auf den Boden kracht - nass und kalt hin oder her...

Höllloch oder Big Brother, brauch ich nicht! Hab drei Kinder und geh mit ihnen einkaufen, denn weischwanimeine!

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