Fashiontipps von einer Ente:
-Wenn du Kinder hast, zieh grundsätzlich eher dunkle Kleider an. Weiss kannst du ab Hochzeit und die nächsten 20 Jahre vergessen. Man sieht die Chipshände und Schoggimüüler besonders gut darauf.
-Zieh dir flache Schuhe an. Damit magst du jedem Ausbrecherkönig nach, nimmst jeden Zweikampf im Fussball locker auf und die flachen Schuhe findest du eher wieder, wo du sie abgestellt hast. Absatzschuhe sind heiss begehrt bei Kindern!
-Bevor du aus dem Ha...us gehst, check immer deine Schulterpartien. Da ist gerne mal Schnudernase dran oder sie wurde vorgängig als Serviette benutzt.
-Schau auch deine Jeans auf Oberschenkelhöhe gut an. Diese Partie dient auch gerne als Nastuch oder Spuderputzlumpen.
-Vergiss Halsketten im Stillalter. Da stösst sich das Kind nur unnötig den Kopf an oder reisst sie dir gerne ab oder zerkratzt dir beim Versuch, sie zu ergattern dein Dekoltee.
-Vergiss Schmuck, wenn du Mädchen hast - wenn du nicht gerne suchst zwischen Barbieschuhen und Wundereierrungenschaften, Haargümmeli oder Steckperlenkunstwerken.
-Zieh immer die gleiche Mütze an. Wenn deine Kinder dann endlich alle eine passende Mütze haben, dann magst du für dich keine spezielle Mütze mehr suchen. Nimm die erst Beste, wenn du bis dann noch Nerven hast oder frier an die Ohren.
-Falls deine Kinder Schnudernase haben, vergiss die Regel mit den weissen Kleidern. Dann ist der einzige Zeitpunkt, wo weiss vor schwarz kommt! Auf weiss sieht man Schnudernase nämlich eindeutig schlechter.
-Ändere 20 Jahre nichts an deiner Frisur - die Kinder finden es sonst so lange grässlich, bis du selber daran zweifelst.
-Versteck Schminkzeug, Parfüm und alles was dir lieb ist - ausser, du magst vor deinem einzigen Ausgang in gefühlten 1000 Jahren noch dein Zeug suchen zwischen Puppenkleidli, Legoklötzen und Briobahnschienen. Wenn du aber Glück hast, findest du deinen vermissten Schmuck wieder dort - oder deine Absatzschuhe...
Schnatter, schnatter - nicht so wichtig, ein bisschen Blooscht und doch schnattern alle gerne, nicht?
Montag, 13. November 2017
Apper, apper...
"Chunnsch du au mit, Mami?" "Nei, i blibe do." - "...aha, muesch no chli am Natel si, gäll!?"...
...ja richtig, am Natel sein. Da hab ich nämlich ein App installiert, das bei Benutzung alle Betten in allen Zimmern bettet, Duvets auslüftet und Kissen zurechtrückt, Plüschtiere vom Boden aufhebt und die Fenster öffnet und schliesst. Sehr praktisch - heisst Bett-appert.
Und ein anderes App sortiert die Wäsche, da muss ich nur per klick die Farben freigeben, auf ok drücken und die... Wäsche rennt selber in die Maschine rein. Huere gäbig, sag ich euch! Heiss übrigens "wasch-dunidsaisch"
Das nächste App lässt die Maschine laufen. Ich muss nur zwischen 30, 40 oder 60 Grad aussuchen, bei 95 reklamiert mein Smartphone aus ökologischen Gründen und hilft mir, bei der Entscheidungsfindung und mit Waschmitteltipps. Dieses füllt es selber ein, die Maschine schliesst sich per app und beginnt zu waschen. Das App heisst "Waschmaschinen-App-arat"!
Danach löschoppe ich, sitze auf der Couch dazu, schreibe sms und spiele onlinegames und schreibe komischi Gschichtli. Kurz vor dem Mittag betätige ich das App zum Kochen. Heisst "guten App-etit". Dieses kocht mir alles und wenn die Familie heim kommt, steh ich das erste Mal vom Sofa auf und setz mich an den Küchentisch zum Essen.
Danach sagt mir mein App, was es alles gebraucht hat zum kochen und was wir zwei bei le shop wieder bestellen müssen. Dieses App heisst "App go poschte!"
Und am Nachmittag hab ich Zeit zum das Wetter checken im App, damit ich online mitreden kann, wie super der Herbst doch ist. So muss ich nicht mal nach draussen schauen. Kommen die Kinder von der Schule heim, betätige ich das App "G-App-Verteckel, läs mol dini Jacke uf und versorg din Töni" und zack, wird das erledigt. Mit "App ad Ufzgi" hilft das Smartphone beim Franzwörtli abfragen, unterschreibt Prüfungen, hört beim Flötenspiel zu und korrigiert dieses Getröte. Und das beste aller Apps heisst "Append" - hilft beim Aufräumen, Pischele, Zähneputzen und ins Bett tun, während ich schon wieder gemütlich mit meinem Smartphone spiele auf dem Sofa. No nöd installiert? ...apper, apper!
...ja richtig, am Natel sein. Da hab ich nämlich ein App installiert, das bei Benutzung alle Betten in allen Zimmern bettet, Duvets auslüftet und Kissen zurechtrückt, Plüschtiere vom Boden aufhebt und die Fenster öffnet und schliesst. Sehr praktisch - heisst Bett-appert.
Und ein anderes App sortiert die Wäsche, da muss ich nur per klick die Farben freigeben, auf ok drücken und die... Wäsche rennt selber in die Maschine rein. Huere gäbig, sag ich euch! Heiss übrigens "wasch-dunidsaisch"
Das nächste App lässt die Maschine laufen. Ich muss nur zwischen 30, 40 oder 60 Grad aussuchen, bei 95 reklamiert mein Smartphone aus ökologischen Gründen und hilft mir, bei der Entscheidungsfindung und mit Waschmitteltipps. Dieses füllt es selber ein, die Maschine schliesst sich per app und beginnt zu waschen. Das App heisst "Waschmaschinen-App-arat"!
Danach löschoppe ich, sitze auf der Couch dazu, schreibe sms und spiele onlinegames und schreibe komischi Gschichtli. Kurz vor dem Mittag betätige ich das App zum Kochen. Heisst "guten App-etit". Dieses kocht mir alles und wenn die Familie heim kommt, steh ich das erste Mal vom Sofa auf und setz mich an den Küchentisch zum Essen.
Danach sagt mir mein App, was es alles gebraucht hat zum kochen und was wir zwei bei le shop wieder bestellen müssen. Dieses App heisst "App go poschte!"
Und am Nachmittag hab ich Zeit zum das Wetter checken im App, damit ich online mitreden kann, wie super der Herbst doch ist. So muss ich nicht mal nach draussen schauen. Kommen die Kinder von der Schule heim, betätige ich das App "G-App-Verteckel, läs mol dini Jacke uf und versorg din Töni" und zack, wird das erledigt. Mit "App ad Ufzgi" hilft das Smartphone beim Franzwörtli abfragen, unterschreibt Prüfungen, hört beim Flötenspiel zu und korrigiert dieses Getröte. Und das beste aller Apps heisst "Append" - hilft beim Aufräumen, Pischele, Zähneputzen und ins Bett tun, während ich schon wieder gemütlich mit meinem Smartphone spiele auf dem Sofa. No nöd installiert? ...apper, apper!
Eine Ode an die ehrenamtlichen Trainer
Wie ich als ehemalige Fussballtrainerin die Eltern so erlebt hab, möchte ich euch kurz schildern. Vielleicht erkennt ihr euch ja irgend in einer Sparte selber wieder...
Kategorie A: Die Nie-Dabei-Sein-er:
Diese Eltern kommen nie an ein Spiel, man weiss nur vom Hörensagen, dass es sie gibt und dass das Kind nicht als Pippi Langstrumpf alleine irgendwo in einer Villa Kunterbunt lebt. Sie finden den Sport entweder unpassend oder Vereinsleben im Allgemeinen. Vielleicht fänden sie Cello spielen toller für ihr Kind oder finden, Harve und Fussball verträgt sich schlecht...?
Kategorie B: Die Gelegentlichen Da-Sein-er:
Sie kommen, wenn sie Zeit haben, waschen auch gerne mal das Trikot oder fahren an ein Auswärtsspiel. Vielleicht haben sie einfach noch andere Kinder, denen sie auch gerecht werden müssen. Was ich als Trainerin natürlich verstanden hab, aber immer fand, man könnte unseren Verein doch vorziehen, weil der FC Bühler einfach de Geilscht Verein ever ist! Nun als selber Mama, sehe ich es etwas objektiver und weiss, dass es nicht einfach ist, immer überall sein zu können, solange wir in der Klon-Forschung noch nicht weiter sind...
Kategorie C: Die Immer-Kommer:
Sie kommen an jedes Spiel, sind Notnagel für jedes ausgefallene Auto und würden noch an jedem Heimmatch den Kuchenstand betreuen oder auch die WC-Tour übernehmen. Mustereltern in den Augen einer Trainerin!
Kategorie D: Die eher Ruhigen am Spielfeldrand:
Sie sind dabei, tragen Wasserflaschen, binden Schuhe und verhalten sich angenehm am Spielfeldrand und überlassen der Trainerin das Wort. Sie geben dem Kind Rückmeldung oder auch nicht und danken den Trainern am Schluss sogar noch für den Einsatz. Sie gehen gerne einher mit der Kategorie C.
Kategorie E: Die überambitionierten Möchtegern-Petkovics:
Sie rufen ununterbrochen ins Spiel, feuern ihr Kind etwas zu laut an und wissen gerne und gut, wo man wen auf welcher Position spielen lassen sollte und wollen wissen, wieso man es nicht tut und warum welche Auswechslung wieso stattfand. Sie vergessen, dass es um Spass geht und Leute das ehrenamtlich machen. Sie könnten den Grund dafür sein, dass es dem einen oder andern ablöscht oder warum Schiris fast Personenschutz brauchen.
Und so gehen wir mittlerweile nicht mehr als Trainer, sondern als Eltern an die Matchs, unterstützen unser Kind und haben immer im Hinterkopf, dass es hier nicht um das Kompensieren irgendeiner eigenen verpassten Karriere geht, sondern darum, dass unsere Kinder de Gspass haben und ihre Freizeit sinnvoll verbringen.
Und darum ist das hier eine Ode an alle ehrenamtlichen Trainer der Schweiz, die jede Woche ihre freie Zeit opfern und dabei keinen Rappen kassieren. Danke für eure Arbeit! Und liebe Miteltern denkt daran, sie machen es freiwillig und pfeifen auf Besserwisser und Klugscheisser, hingegen brauchen sie uns als Unterstützung bei Taxifahrten, Kuchen backen, Trikot waschen und vor allem als Eltern, die es schätzen, dass sich jemand Zeit nimmt für unsere Kinder! Merci - ich habe fertig!
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