Wir stehen nachts auf, beruhigen Kinder, die Monster sehen und lassen uns am Samstag und Sonntag um halb sieben wecken. Wir suchen Lieblingsplüschtiere, waschen Lieblingsschmuddelplüschtiere und durchstöbern Läden, um Ersatzlieblingsplüschtiere zu finden. Wir kochen reichhaltig Zmittag, stecken es nebenbei ein, wenn der Zmittag nicht passt und füttern gleichzeitig Kleinkinder mit Zmittag, während wir unsern Zmittag kalt lassen werden. Wir baden unsere Kids, sind selber im heissen Badezimmer in Schweiss gebadet und putzen danach nebst Badewanne noch den ganzen Badezimmerboden. Wir gehen gefühlte 100x pro Woche in die Migros, kaufen Windeln, Farmer, gefühlte 100 Liter Milch und haben keine Zeit, am Schluss für uns noch die sieben Sächeli zu kaufen, weil der Wagen voll ist un wir genug haben von Geschäft. Wir richten Znünis, Zvieris und schauen gleichzeitig, dass darin noch zweidrei Vitaminli versteckt sind. Wir laufen Slalom in unserer Wohnung durch Spielzeugautölis, Legosteine und Puppenhausmöbel, fahren Schlepplift, sind aber schon eine gefühlte Ewigkeit keine Skipiste im Tempo mehr heruntergefahren. Wir pflanzen Erdbeeren, topfen Blümchen ein, aber ernten tun es andere, meist noch unreif und wir nehmen es zur Kenntnis und denken, jonudennhalt. Wir messen Fieber, wir waschen mitten in der Nacht Betten, wenn jemand das Becken nicht trifft und leben mit kranken Kindern in Zwiebel- und Pulmexduft. Wir schauen, dass die Kinder sauber angezogen sind, waschen wie Weltmeister und ziehen die Kindern von Neuem sauber an. Wir haben kaum Zeit für uns, sogar Toilettenbesuche werden mit Besuchern abgestattet und wir fangen tausend Dinge an und werden immer wieder davon weggelockt. Wir machen so vieles, aber wenig wird wahrgenommen, in der Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt und erst in 30 Jahren merken ein paar wenige, wie wertvoll unsere Arbeit doch war. Diese wenigen sind heute bei uns zu Hause und haben uns herzige Muttertagsgeschenke gemacht. Voller Liebe und voller Herzblut. So wie wir es auch tun für sie - das ganze Jahr lang, Tag und Nacht. Ein Hoch auf uns Mamis!